Tag 3 San Francisco – Sacramento

Wieder hüllt sich das morgendliche San Francisco in unerwartete Kühle, beim Spaziergang zum Union Square habe ich unter der Jeansjacke eine Gänsehaut. Am Square stellen Maler und Malerinnen ihre Kunstwerke aus, sitzen und Sonnenschirmen und erzählen mit verschränkten Händen, wenn man sie fragt, welches der Ausgestellten ihr Lieblingsbild ist. Das Leben geht ruhig ab, hier in dieser Insel, rund herum schäumen die Autos und Cable Cars und Touristen, mittendrinn stehen ein Obdachloser und ein Polizist, beide auf den Briefkasten zwischen ihnen gestützt und der Polizist sagt let’s not make it a big thing.

Mit dem gemieteten Auto nach Sacramento und alle sind unzufrieden, weil es ein Mercury Grand Marquise ist und weil der Wagen aussieht, als wäre er aus den Achtzigern, dabei ist er letztes Jahr gebaut worden. Wir fahren zur Lombard Street und blicken die Windungen hinunter und ich steige aus, um zu filmen, wie die Autos durch die Straße schwenken und ihre Insassen hinausfotographieren und dabei sehe ich endlich die Papageien, die lärmen und über meinen Kopf hinwegziehen.

Die Fahrt nach Sacramento ist kurz, aber man klagt über die Untechnik des Wagens und gleichzeitig steigen draußen die Temperaturen in einem verrücktem Tempo. Nach einer dreiviertel Stunde Fahrt hat es schon fast 40 Grad, das Grün ist einem trockenem Gelb gewichen und Staub frisst sich in die Ritzen der Windschutzscheibe. Erst am Abend kühlt es ab, als ich am Pool sitze, die Füße bis zu den Knöcheln im Wasser. Das Brummen der Klimaanlagen dominiert die Nacht.

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