8/Hoi An. Drahtpferdchen und Wasserbüffel.

Stand von Cua Dai

Der Sturm hat sich gelegt, die schweren Wolken sind aber geblieben und machen den Himmel diesig weiß. Am Vormittag drehe ich eine Runde in der Stadt, es ist komisch, so viel Zeit zu haben. Wenn es mir gefällt, setze ich mich an das Flussufer oder auf eine der Steinbänke und schau zu, wie der Wind  das Wasser kräuselt, darin ist eine große Ruhe.

Ha Noi Umgebung

Am Nachmittag fahre ich mit meinem Rad hinaus zum Strand mit den Augen am Straßenrand und den verwilderten Gärten die hinter den Steinmauern anfangen, den Häusern, die übergeblieben sind aus einer Zeit, als Portugal und Frankreich hier Einfluss hatte, Kolonialbauten mit Stuck und hölzernen Rollos anstelle von Fensterscheiben, durch die Räume weht es die Meeresluft herein.

Hoi An Umgebung

Indochinastil in seiner reinen Form, teilweise schon seit Jahrzehnten verwittert und deshalb umso gehaltvoller. Ich fahre bis an die letzte Spitze des Landarmes und komme eine Allee entlang mit verwaisten Häusern, die zum Meer hin gehen und die in ihrer straffen Anordnung und der Beflaggung eine unmissverständlich kommunistische Ästhetik in sich tragen.

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Etwas abseits zerfallen die Dörfer in lockere Anordnungen, auf den Gemeinwiesen grasen starke Kühe, vor den Häusern flattern Wäscheleinen. Am Weg zurück sind die Felder sumpfig und tief, Wasserbüffel käuen wieder und sind im Gras fast nicht zusehen.

Wasserbüffel

 

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