14/ Hue – Hanoi. Nacht und Nebl.

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In einer neuen Stadt anzukommen ist aufregend. In der nächtlichen Finsternis in einer neuen Stadt anzukommen, ist aufregend und zu einem gewissen Grad unbequem. In der Finsternis, Kälte und dem Regen eines nächtlichen Hanoi anzukommen und vom Flughafen in das Stadtzentrum so lange durchzustauen, wie der Flug von Hue hier her gedauert hat, ist vollkommen unangenehm.
„Der alte Stadtkern ist ein Labyrinth in dem man sich gerne verläuft“, sagt Dumont. Nein, lieber Reiseführer, ist es nicht. Es ist eng und laut und von den Plastikplanen, die über die Suppenküchen gespannt sind, tropft Schmutzwasser. Dass mein Hotelzimmer dem Filmset von Les Miserables entspricht und der Vorbesitzer des Bettes scheinbar ein verdammter Fakir war, dass es drinnen genau so kalt und feucht ist wie draußen und das Bettzeug riecht, als wäre es die letzten drei Monate im Keller gelegen, hebt meine Laune nicht direkt. Leider kommt dazu, dass der Wetterbericht Kälte und Regen verspricht. Meine Idee, am folgenden Tag auf die Insel Cat Ba zu fahren, scheint mir also nicht mehr allzu ideal. Andererseits ist die Aussicht, länger in dem nassen Moloch zu sitzen, auch keine Alternative. Am Morgen hüllt sich Hanoi in eine dicke Nebeldecke, als wollte es den Rest der Welt ausschließen. Ich fahre.

 

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