20/Hanoi- Saigon. Spätherbst und Hochsommer.

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Nach einer Nacht, die dank der chinesischen Reisegruppe, die um mein Zimmer gelagert hat, vor allem durch Schlafmangel gekennzeichnet ist, verlasse ich ein triefendes, hupendes Hanoi und fahre zum Flughafen. Der Flug von oben nach unten dauert zwei Stunden, aber er geht durch die Jahreszeiten. Als ich aus dem Flugzeug komme, bin ich wieder im Sommer gelandet und einige Reisende begrüßen die Sonne und die Wärme mit stürmischem Jubel, sobald sie auf die Treppe des Flugzeugs getreten sind. Endlich wieder die schwere Jacke einpacken zu können, tut maßlos gut und sogar der Hitzeschauer, der mir unter der Hanoibekleidung über den Rücken rinnt, ist eine Erlösung.

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Sobald ich meine Sachen im Hotel habe, spaziere ich zum Rathaus, unterwegs suche ich ein paar Mitbringsel aus und genieße einfach nur den Flair der Stadt, der so viel mehr Lebensfreude ausstrahlt als es die traurige Schwester im Norden getan hat. Als ich vor dem beleuchteten Rathaus sitze und mir die Töpfe mit Hibiskus und die Springbrunnen ansehe, fragt mich ein vietnamesisches Mädchen, ob sie ein bisschen mit mir plaudern darf, um ihr Englisch zu verbessern. Es ist ein wunderbarer Anlass, etwas mehr über das Land zu erfahren und wir sitzen eine gute Stunde beieinander und haben unseren Spaß, dann schlendere ich durch die Buchgeschäfte, vorbei an den Nobelboutiquen und komme immer wieder mit Leuten ins Gespräch, die nicht daran interessiert sind, mich zum Kaufen zu bewegen, sondern nur ihre Zeit mit einem kurzen Tratsch aufhübschen wollen. Als sich dann auch noch ein Hund dafür begeistern kann, dass ich da bin und Zeit für ihn habe, sind die verregneten Hanoistunden vergessen. Es ist mein letzter Abend hier in Saigon, mein letzter Abend im Vietnam und er könnte freundlicher nicht sein, was mir den Abschied ein wenig erschwert.

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19/ Hanoi. Regen von oben, Hupen von der Seite.

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Es gilt einen Tag Hanoi hinüber zu biegen und am Vormittag treffe ich mich mit einigen der Insel-Crew. Sie wollen eine Gitarre kaufen und so wandern wir durch die enge, labyrinthige Altstadt und fallen in verschiedenen Musikgeschäften ein. Ich habe die Chance, die unterschiedlichsten Instrumente auszuprobieren, was ein großer Spaß ist, aber fünfig werden wir nicht. Später trennen wir uns mit dem Vorsatz, uns beim Revolutionsmuseum wieder zu treffen; ein Plan der nicht aufgeht, was daran liegt, dass es kein Revolutionsmuseum gibt. auch wenn Dumont darauf schwört.

Ob es an dem ständigen Lärm und dem aufgeweichten Dreck der Stadt, oder ob es an der Dauerkälte der letzten Tage liegt, ich merke dass mein Energielevel am Boden ist und fiebere mich durch den Mittag. Am späten Nachmittag breche ich dann doch noch einmal auf, um das Museum of Fine Arts zu besuchen. Es zahlt sich aus, weil es nur vietnamesische Kunst zeigt und das über die Jahrtausende, auch wenn es nicht besonders gut kuratiert ist.

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In einem Nebengebäude dann befindet sich die Vernissage eines Künstlers, Blumenbouquets gratulieren zur Ausstellung und die großflächigen Bilder sind nach den relativ unspektakulären Werken des Haupthauses eine Bereicherung. Das Museum kündigt sein Schließen damit an, dass das Licht in allen Räumen ausgeht und ich spaziere hinauf zum Ho Chi Minh Mausoleum, in welchem sich der Leichnam des allgegenwärtigen Übervaters befindet. Zugänglich ist es nur bis 11:00, darum verlege ich mich darauf, die Garde in ihren weißen Uniformen zu betrachten und den Abendsportlern zuzuschauen, die die Ausmaße des Platzes nutzen. Eine seltsame Novemberstimmung breitet sich mit dem einfallenden Nebel aus, die Kälte und der Nieselregen tauchen den Mausoleumsklotz in ein düsteres Allerheiligenlicht. Ich bleibe bis es dunkel wird, dann drücke ich mich entlang der verstauten Straßen zurück in die Altstadt.

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18/ Cat Ba – Hanoi. Urwald und Betondschungel.

Cat Co 1

Der letzte Tag auf der Insel hüllt sich wieder in diesige Kälte. Ich wandere zu den Stränden, Cat Co 1 und Cat Co 2. Der Weg hin ist hügelig und führt an Bougainvillen vorbei, an den Blumenbeeten der Resorts und an leeren Wächterhäuschen. Am Strand sammelt sich die Einsamkeit. Niemand ist hier, die Liegen und Schirme sind von einer feuchten Schicht überzogen, an der Bar steht eine Flügeltür offen, weil sie der Wind aufgedrückt hat. Das Meer liegt ruhig, weiter draußen stehen Fischer auf ihren Booten und holen Netze ein.

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Weil ich genügend Zeit habe, mache ich eine Runde durch Cat Ba Town, das sich schnell in dem Anstieg der Insel zerstreut.

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Am Markt sind außer mir keine Fremden und es ist ungewohnt, durch die Reihen zu gehen und nicht angesprochen zu werden. Zwischen dem Gemüse und den Alltagsartikel, die in der gewohnten Überfülle angeordnet sind, schlafen die Verkäuferinnen.

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Zurück nach Hanoi geht es in der selben Bus – Boot – Bus – Bus Reihenfolge, in der wir gekommen sind, nur dass sich unsere Zahl in Hai Phong auf sechs Reisende dezimiert hat.

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Der Fahrer scheucht uns auf einem Parkplatz aus dem Bus und dirigiert uns unter den gewohnten He! Und Hoi! Rufen zur Schnellstraße. Auf seinem Moped ist er ein grantig Hütehund, der uns in einem Rudel zusammenhält. Als einer der Gruppe einen Seitenschritt macht, um Wasser zu kaufen, verdoppeln sich das He!! und er prescht zurück um sein verlorenes Schäfchen wieder einzusammeln. Dann warten wir am schmalen Seitenstreifen irgendwo in Hai Phong darauf, dass uns ein anderer Bus aufsammelt, der Hirte, wieder in guter Laune, raucht mit uns und deutet begeistert auf eine Gruppe von Frauen, die in einiger Entfernung joggen.

Als wir nach Hanoi einrollen, beginnt der Regen und es beginnt auch der Abendverkehr, der ein vielköpfiger, brummender und hupender Drache ist. Einer von uns meint, er fühle sich wie ein ein Neugeborenes, nach der Ruhe der Insel völlig überfordert von dem Lärm und dem Dreck der Stadt. Ich fühle genau so.

17/ Cat Ba. Sonnenschein und Finsternis.

Cat Ba Island

Der Muskelkater des Morgens ist ein Gruß aus dem Dschungel. Aus dem Bett schält man sich wie eine Hundertjährige, die Verkühlung, die über Nacht in den Nebelhöhlen lagerte wünscht einen guten Tag und sobald die Beine unter der Decke auftauchen erinnere ich mich auch wieder an die unsanfte Begegnung mit den Karststeinen des Vortages.

Um acht geht es los auf das Schiff, das gemütlich von Cat Ba aus in Richtung der Ha Long Bucht schippert, an den schwimmenden Dörfern vorbei durch eine Landschaft, die direkt aus der Urzeit geschmiedet scheint. Mitten aus dem Meer erheben sich Felsblöcke wie Riesenpilzen, obenauf mit spärlichem Grün bedeckt, darüber gleiten Raubvögel. Sobald die Sonne herauskommt, schälen wir uns aus den warmen Jacken und dösen auf Deck, schonen die geschundenen Beine. Jeder scheint seinen Gedanken nachzuhängen, auf dem rostigen Blechdach sitzen wir nebeneinander und schauen in das grüne Meer.

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Die erste Station, die wir anfahren, hat Kajaks für uns bereit und schon kommt Leben in die Dschungelgruppe. Meine Kajakpartnerin und ich fragen nach einer Route, die wir anfahren sollen und werden mit einer lockeren Handbewegung vom Boot weggeschickt, vierzig Minuten haben wir Zeit die Umgebung zu erkunden.

Wir paddeln los, am Fels entlang, lachen über unsere Unfähigkeit, geradeaus zu fahren und sehen dann, dass ein Schwarm an Kajaks in eine der Höhlen biegt, gut zwanzig Boote, teilweise mit Kopflampen. Wir schließen uns an und passieren den breiten Eingang. Vor uns liegt ein zehn Meter breiter und sechzig Meter langer Gang, der einige Biegungen macht. Die Gruppe rudert voraus, wir gondeln hinterdrein, machen noch eine Biegung mit und stecken plötzlich am Rand fest. Mit einem Plitschplasch in einigen Metern Entfernung verschwindet der letzte der Gruppe.

Mit ihm verschwindet das Licht.

Die Finsternis, die uns umfängt, ist Beton. Sie ist ein schwarzes  Band, das sich zuerst über die Augen legt, dann in den Mund kriecht und in den Magen. Luzia, meine Partnerin sitzt vor mir. Ich höre das Wasser gegen das Kajak drücken, etwas knirscht. Wir haben keine Orientierung, wir wissen nicht einmal, ob wir uns nach vorne oder nach hinten bewegen und sind etwa fünfzig, vielleicht siebzig Meter im Inneren der Höhle. Ich versuche, uns in eine Richtung zu bewegen, aber sofort knirschen wir gegen die Felswand, die plötzlich auch über unseren Köpfen ist.

Es ist eine Urangst, nicht atmen zu können. Es ist eine Urangst nicht sehen zu können. Nicht sehen zu können und im Bett zu liegen ist eine Sache. Nicht sehen zu können und mit einer Partnerin in einem verdammten Kajak zu sitzen, sechzig Meter im Inneren einer vietnamesischen Höhle zu stecken und nichts zu fühlen, als das Plastik unter den Beinen und den Felsen ringsherum, die letzten einer Gruppe zu sein, die jetzt weg ist und zu wissen, dass das Gebiet so riesig ist, dass man überall sein könnte, ist eine andere Liga von Angst. Die Panik, die in uns aufsteigt, wird unterdrückt. Aber wir rufen, wir schreien und Pfeifen. Keine Antwort auf die Schreie zu bekommen ist ein Schlag in den Magen. Die Dunkelheit ist in unsere Augen gekrochen, man dreht den Kopf und nichts ändert sich, alles ist schwarz. Dann glaube ich, dass mir mein Gehirn einen Streich spielt, irgendetwas ändert sich, ein fahles Aufleuchten. Wir rufen und die Rufe fliegen uns von den Felsen und dem Wasser zurück in die Ohren. Dann, klar, ein Aufleuchten, dass das Band um unsere Mägen lockert. Ein Kajak hat uns gefunden, zwei Vietnamesen, die in der Höhle waren und Lampen haben. Sie kommen auf uns zu und geben uns eine Lampen, begleiten uns zum Ausgang. Wir hatten uns in der Finsternis gedreht und wären in die falsche Richtung gefahren. Es dauert einige Biegungen, dann dringt das Licht in den Eingang. Nie in meinem Leben war ich so dankbar für die Helligkeit des Tages. Als wir wieder draußen sind und unseren Rettern versichert haben, dass sie der Grund dafür sind, dass wir den nächsten Tag auch noch sehen können, paddeln wir noch eine Runde im Sonnenlicht, nur um uns zu beruhigen. Zurück am Bootsteg sind die Beine Gänsehaut und zittrige Knochen. Wir erwarten es kaum, dass die anderen, die in die Höhle sind, wieder zurück kommen. Zwei von ihnen hatten auch den Anschluss verloren und sich mit dem Blitzlicht ihrer Kameras und dem Display der Handys wieder zurückgearbeitet. Von Höhlen haben wir genug.

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Die nächste Stunden trocknen wir unsere Panik in der Sonne auf Deck, in den Jacken, der Wind ist zu kalt, dann bleiben wir stehen, um ausgerechnet eine andere Höhle zu besuchen. Luzia und ich haben zwar wenig Lust, folgen den anderen dann aber doch und bleiben in der Nähe des Lichts. Drinnen öffnen sich erstaunlich hohe Räume, Hohlräume hinter Durchgängen, die man auf Knien durchrutschen muss, warm und feucht wie Drachenhorte.

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Die nächste Station, die wir anfahren, ist zum Schwimmen gedacht und ein paar Burschen der Gruppe trauen sich ins Wasser, um nachher zitternd auf Deck Wärme zu suchen. Unser Kapitän schläft ein, wacht erst nach zwei oder drei Stunden wieder auf, dann geht der Motor des Schiffen nicht mehr. Wir nehmen es gelassen, liegen am Blechdach und führen faule Gespräche, kaufen den Bootsfrauen, die hin und wieder auftauchen, Kekse und Bier ab und sehen zu, wie die Greifvögel ihre Runden drehen.

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Als wir zurückkommen, ist die Sonne am Sinken. Wir bitten den Fahrer des Kleinbusses, uns am Cannonfort aussteigen zu lassen und wandern nach oben, von wo aus man die Bucht überblicken kann. Der ehemalige Angriffspunkt ist von rostenden Metallkanonen und Bombenresten zerfurcht, aber die Sicht auf den sinkenden Tag bringt eine große Ruhe über uns. Wir bleiben, bis es finster wird, dann folgen wir der Straße zurück in die Stadt, die sich schläfrig eingerichtet hat.

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16/Cat Ba. Tief im Grün.

Cat Ba National Park

In der Früh ist es im Zimmer so kalt wie draußen, das heißt 11 Grad. Der Fließenboden klebt an den nackten Füßen und das Frühstück auf der offenen Terrasse kühlt schneller aus, als man es essen kann, diesmal gibt es Nudelsuppe, die wärmt. Um neun treffen wir uns, um unsere Tour zu starten und werden zu einem eine halbe Stunde entfernten Punkt gebracht, von wo es ins Gelände geht. Es ist kein Pfad, der von der Wiese abzweigt, sondern ein alter Ziegenweg aufwärts, und schnell wird klar, dass es keine Spazierwanderung ist. Karstigen Steine bilden den Untergrund und stehen in unregelmäßigen Abständen. Ihre Oberflächen sind so scharf, dass man sich die Finger aufschürft, wenn man nicht vorsichtig hingreift und nach oben hin werden sie zu Speerspitzen. Immer wieder öffnen sich Höhlen zwischen ihnen, die in das Innere der Berge führen, losgetretene Stein fallen metertief, bevor man ihren Aufschlag hört. Wir arbeiten uns nach oben, zu einem Aussichtspunkt, und wieder nach unten, nach oben, nach unten über die scharfseitigen Steine und über rutschiges Laub.

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Kein Schritt kann gedankenlos gesetzt werden, immer muss der nächste Ast, die nächste fingertiefe Steinnische im Blick sein, bevor man das Gleichgewicht verlagern kann. Aus dem Gehen und Suchen wird ein meditativer Akt, das Hirn klingt sich aus und funktioniert nur noch als Navigation zwischen den Yuccapalmen, wildem Ficus und Mangroven, wie Affenhände an den Ästen, nach einem Blick ob es Dornen gibt oder nicht. Nach einiger Zeit passiert dann das, wovor sich jeder fürchtete, einer der Gruppe rutscht aus und stürzt. Es knackt und rauscht, er überschlägt sich und landet mit dem Rücken auf Steinen. Das Geräusch schreckt alle auf und erst als er wieder auf die Beine kommt und versichert, sich nichts gebrochen zu haben, geht es weiter. Er ist ein Arzt aus Chile, später wird sein Knöchel um das doppelte anschwellen und ihm die verbleibende Strecke zusätzlich erschweren.

Mangrove

Sechs Stunden geht es durch das Gelände, bevor die Beine so zerkratzt und sauer sind, dass ich Angst habe, auszurutschen, aber dann kommt die größte Herausforderung, die darin besteht, eine sechs Meter abfallende Wand hinunter zu kommen, ohne auf diejenigen zu fallen, die schon vorausgeklettert sind.

Cat Ba

Die Steine beißen in die Handflächen und schaben über Ellenbogen und Schienbeine, Reiseerinnerungen für später. Als uns der Dschungel wieder auf die Wiese spukt, die plötzlich hinter dem Blättergewirr auftaucht, gibt es ein Hallo in der Gruppe, alle haben es geschafft. Steifbeinig geht es an den Wasserbüffeln vorbei, zurück zur Ausgangsstation.

Cat Ba

Am Abend sitzen wir gemeinsam beim Essen und können nicht aufstehen, ohne mit den Gelenken zu krachen. Den nächsten Tag, so beschließen wird, wird aufs Kletterwandern gepfiffen.

15/ Hanoi – Cat Ba. Tausche Hauptstadt gegen Insel.

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Es fällt mir nicht schwer, die kalte Stadt zu verlassen. In der Früh friere ich mich durch das Frühstück (Eierspeis, zwei Gurkenscheiben, eine Tomatenspalte. Herber Lipton Schwarztee), das in einer Nebennische des Hotels nach einigem Nachfragen dann doch serviert wird und ich habe genügend Zeit, darum möchte ich kein Taxi nehmen, da ich sonst womöglich zwei Stunden bei der Busstation verbringen kann. Die Alternative, noch ein wenig mit dem Schimmelbettzeug zu kuscheln, ist allerdings auch nicht attraktiv, darum mache mich mit meinem treuen Koffer zu Fuß auf zur Busstation, die drei Kilometer entfernt ist. Da es regnet und der Wind auch nicht auf meiner Seite ist, ist es kein allzu freundlicher Weg. Er führt an der Autobahn entlang, wo sich der Morgenverkehr dahin wälzt und am Busbahnhof angekommen bin ich froh, den ersten Teil einer langen Reise hinter mir zu haben. Drinnen sitzen schon eine Handvoll Rucksackreisende, die auch zur Insel wollen, alle angepackt und ausgekühlt. Der Kasernenbeigeschmack der Station wird durch die schnippischen Mitarbeiterinnen unterstützt, man fühlt sich als zahlender Mensch mehr als Bittsteller. Das Touristenrudel wird in den Bus gestrieben, unter den „He!“ und „Hoi!“ Rufen des Nordvietnams, die universell einsetzbar sind und von: „Ich will dein Ticket sehen“ bis hin zu „Willst du eine Stunde von mir durch die Landschaft chauffiert werden“ alles heißen können. Im Bus dann Klimaanlage, weil es draußen ja hitzige 10 verregnete Grad hat und die Verkühlung, die sich über Nacht in den Ohren und in der Nase heimisch gemacht hat, breitet sich gemütlich in mir aus.

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Die Reise geht über fünf Stationen, wir werden von einem Bus zum anderen gescheucht, in ein schnelles Boot und wieder einen Bus. Durch die angeschlagene Scheiben wechselt das Bild der verdreckten Stadt zu dem Industrieviertel von Hai Phong und schließlich zu der schroffen Schönheit der Insel, die sich aus dem Nebel schält. Nach fünf Stunden ist die Distanz geschafft, Cat Ba hat uns Reisende und begrüßt uns mit bissigem Meerwind und feuchter, grüner Fülle.

Es ist Nebensaison, darum sind außer uns kaum Leute hier, wie es scheint, die obligatorischen Touristenfänger umspringen uns zwar, als wir aus dem Bus kommen und versichern, dass es keine freien Zimmer mehr auf der Insel gibt außer dem einen in ihrem Hotel, aber sonst liegen die Straßen und die wenigen Restaurants leer. Die Gruppe aus dem Bus verläuft sich und trifft sich später am Abend wieder in der Straße, die wir zur Hauptstraße erheben. Nach der Hektik Hanois ist es auf der Insel beinahe unheimlich ruhig. Keine Autos, nur hin und wieder ein Moped auf der breiten Straße. In einigen Restaurants lehnen die Besitzer auf den Plastiksesseln und schauen Fern, niemand ist da, um etwas zu bestellen, nur im Marigold Club, einem goldenen Kubus, der zwischen den hohen, chinesischen Häusern vollkommen aus dem Bild fällt, steigt eine Party. Als wir einen Blick hineinwerfen, ist außer dem DJ niemand hier, nicht einmal ein Kellner hinter der Bar. Trotzdem wird der umliegende Stadtteil beschallt. Da es bald dunkel wird, lässt sich die Natur ringsum nur erahnen. Morgen werde ich sie besser kennen lernen, dann geht es für eine Tageswanderung in den Nationalpark.

Cat Ba

14/ Hue – Hanoi. Nacht und Nebl.

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In einer neuen Stadt anzukommen ist aufregend. In der nächtlichen Finsternis in einer neuen Stadt anzukommen, ist aufregend und zu einem gewissen Grad unbequem. In der Finsternis, Kälte und dem Regen eines nächtlichen Hanoi anzukommen und vom Flughafen in das Stadtzentrum so lange durchzustauen, wie der Flug von Hue hier her gedauert hat, ist vollkommen unangenehm.
„Der alte Stadtkern ist ein Labyrinth in dem man sich gerne verläuft“, sagt Dumont. Nein, lieber Reiseführer, ist es nicht. Es ist eng und laut und von den Plastikplanen, die über die Suppenküchen gespannt sind, tropft Schmutzwasser. Dass mein Hotelzimmer dem Filmset von Les Miserables entspricht und der Vorbesitzer des Bettes scheinbar ein verdammter Fakir war, dass es drinnen genau so kalt und feucht ist wie draußen und das Bettzeug riecht, als wäre es die letzten drei Monate im Keller gelegen, hebt meine Laune nicht direkt. Leider kommt dazu, dass der Wetterbericht Kälte und Regen verspricht. Meine Idee, am folgenden Tag auf die Insel Cat Ba zu fahren, scheint mir also nicht mehr allzu ideal. Andererseits ist die Aussicht, länger in dem nassen Moloch zu sitzen, auch keine Alternative. Am Morgen hüllt sich Hanoi in eine dicke Nebeldecke, als wollte es den Rest der Welt ausschließen. Ich fahre.

 

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13/Hué. Neue Wege.

Hue Moped beladen

Auf meinen Landkarten herrscht blanke Anarchie, aber das merke ich erst, als es schon zu spät ist. Und im Endeffekt ist es auch gar nicht so schlecht.

Ich beschließe, das Grab des Minh Mang zu besuchen, das ist aber relativ weit entfernt. Beim Frühstück bemühe ich mich, es auf einer der Karten zu finden, aber Dumont hat es nicht drauf und Google findet es nicht, dafür hilft mir der Hotelmanager weiter und zeigt mir, wo es ungefähr ist. Entlang der Minh Mang Straße, ist ja naheliegend, über das Grab des Tu Ducs hinaus südlich. Weil es viel zu weit zu gehen ist, miete ich mir ein Rad, das hat ja schon in Hoi An sehr gut funktioniert.

Cyclo Hue

Für 30.000 Dong bin ich dabei und sehe mich auf einmal mit dem Verkehr konfrontiert, an dem ich als Fußgängerin recht gut vorbei gekommen bin. Mitschwimmen ist die Devise, keine ruckartigen Bewegungen, kein plötzliches Stoppen oder Richtungswechsel und es gilt eine einfache Hierarchie: Die Stärkeren und Schnelleren haben Vorrang. PKWs vor Mopeds, Mopeds vor Rädern.

Als Touristin muss ich mir darum aber keine Sorgen mache, weil ich ohnehin aus jeglichem Vertrauensgrundsatz falle und so gondle ich knapp am rechten Straßenrand dahin. An Kreuzungen wird es immer ein wenig brisanter, aber nur die Ruhe bleiben, dann funktioniert es meistens erstaunlich reibungslos. Hué liegt hügelig, das merke ich jetzt besonders, aber nachdem es bergauf gegangen ist, geht es irgendwann wieder bergab, was in diesem Fall ein positiver Umstand ist. Auf meinem Leihesel sitze ich ein wenig wie der Affe am Schleifstein und tatsächlich klingt das Rad auch so. Einen Vorteil hat es, das Geschabe und Geknirsche scheucht auf einige Meter voraus alles aus meinem Weg. Je weiter ich aus der Stadt hinauskomme, desto weniger ist auf der Straße los und desto mehr nimmt die Natur überhand. Von beiden Seiten wachsen die Nadelwälder her, dazwischen ist das Farn grün und dicht. Nach dem höchsten Punkt bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich noch am richtigen Weg bin, aber das GPS funktioniert nicht mehr. Weil ich noch nicht allzuviel falsch hätte machen können, lasse ich mich die Landstraße hinunter. Ein großer Spaß und das Gerumpel wird lauter, was vor allem daran liegt, dass sich der Radständer heruntergeklappt hat. Mit dem Rest meines relativ lautstarken Schwungs rolle ich dann doch vor der Grabanlage ein, parke mein Geschoss neben einigen Mopeds und mache mich dann die Stufen hinauf in die beeindruckende Anlage.

Parkplatz

War bei Tu Duc alles gerade, flach und sanft gewesen, steigt diese Anlage steil vor mir auf. Sie ist in den Berg geschlagen und aus schwarzem Zement, eine bedrohlichere Variante einer Grabstätte. Ich setze mich am Fuß der Stufen in den Schatten und sehe mir an, was Dumont zu sagen hat.

Lang Khai Dinh

Bei den ersten zwei Punkten kommen ich noch mit, dann aber dämmert schön langsam die Gewissheit herauf: das ist nicht Minh Mangs Grab. Nach ein bisschen Reiseführerblättern (und dem erleuchtenden Blick auf die Eintrittskarte) stellt sich heraus, dass ich das Grab des Khai Dinh gefunden habe, und weil ich schon hier bin, ist es auch gut. Khai Dinh herrschte von 1916 bis 1925 und erbaute eine Grabanlage, die eine Paarung aus Frankreich und Vietnam ist, Versailles und Verbotener Stadt.

Die Fresken auf den Pavillons und Grabstelen gehen über vor Verzierungen, aber das eigentliche Herzstück des Baus, das Grab, ist wohl das Überraschendste der gesamten Reise. Eine Ehrenhalle, deren Wände das französische Rokoko asiatisch interpretieren, bunte Glas- und Porzellanscherben an den Wänden sind der Stuck, sind Vögelchen und Blumen, in der Mitte die lebensgroße, goldene Statue des Herrschers. Niemand hält sich an das Fotografierverbot, zu beeindruckend ist die Überfülle des Mausoleums.

Mausoleum Khai Dinh

Zurück geht es lange bergauf, dann beschließe ich, weil der Tag noch lange nicht dunkel wird, ein wenig überland zu fahren und die Japanische Brücke zu besuchen. Die Meuterei der Karten allerdings geht weiter und Google präsentiert mir, in memoriam des Geographieunterrichts, eine stumme Karte mit vielen kleinen weißen Würmchen, die Straßen sein sollen. Irgendwann befinde ich mich auf einer Straße, die gerade im Bau ist und die eigentlich zu der Brücke führen sollte, allerdings in einem BMX-Parcour endet, mit dem mein armes Rad nicht direkt kompatibel ist und der mich in ein Gebiet bringt, das mich stark an eine heimatliche Kleingartensiedlung erinnert. Ich versuche, die richtige Straße zu finden und bemerke rechtzeitig, dass es mir das Bremskabel aus der Verankerung gerumpelt hat und das ist der Zeitpunkt, als ich es gut sein lasse, meinem geschundenen Rad und mir eine Verschnaufpause zwischen den Reisfeldern gönne. Es ist leise hier draußen und es riecht nach weicher Luft. Ich sehe den Reisbauern zu, die sich wie die weißen Reiher vorsichtig durch die Felder bewegen und lasse mir Zeit, bevor ich den Weg zurück in die Stadt suche.

Rad im Reisfeld

12/ Hué. Barfuß im Museum

Opferrgefäß

Kein Regen mehr, keine feuchtkalten Windberührungen mehr, nichts davon. Ich möchte die Pagode der himmlischen Mutter sehen, sie liegt im Westen der Stadt und der Weg hin geht am Fluss entlang. Nach der ersten halben Stunde stellt mein Knie die seltsamen Geräusche ein, die mich bei jedem zweiten Schritt an meinen gestrigen Ausflug erinnern und auch sonst wird es ruhig. Auf der breiten Straße ist fast nichts los, die Hunde heben kaum die Schnauzen und unten beim Fluss baden Wasserbüffel. In der Nähe der Pagode wird es wieder belebter, chinesische und englische Reisegruppen suchen die besten Fotomotive, derweil wird vor den Altären des Buddha, Bodhisattva und Arhats gebetet.

Chua Thien mu

Das diesige Wetter drückt die Stimmung der Gruppen, ich schließe mich wieder hier und dort an und erfahre von dem blauen Austin, der in einem der Nebenbauten steht. Ein Mönch ließ sich 1963 mit ihm nach Saigon führen, um sich dort, die Beine im Lotossitz, mit Benzin zu übergießen und verbrennen zu lassen, um gegen den Präsidenten zu demonstrieren. Wieder liegt die Ruhe und die Brutalität so nahe beinander, das Besonnene und das Gewalttätige, wie es hier so oft durchdringt. Die Kaiser mit ihren herrlichen Pavillons und Schätzen, die gegen Revolten ankämpfen mussten, die reiche, kräftige Natur, die unter den Entlaubungsmitteln der Amerikaner gelitten hat, und noch immer nicht erholt ist, die Konfuzianer und Kommunisten, die Chinesen und Franzosen, die das Land für sich gewinnen wollten und immer wieder ihre Schlachten geführt haben, die Überbleibseln alter Kulturen und die unzähligen Kriege, die das Land ertragen musste, alles scheint ein ständig zweigesichtiges Profil zu haben. P1080954 (2)

Und heute ist es ruhig, durch die Denkmäler schieben sich Touristen, davor warten die Cyclofahrer und rauchen, in den Suppenküchen auf der Straße sitzt man zusammen und isst, unter den Plastikstühlchen suchen Hunde nach Resten und am Seitenstreifen scheren Hennen mit ihren Küken den Boden auf. Man sieht die Vergangenheit hier nicht, wenn man nur oberflächlich schaut und manchmal scheint das ein wahrer Segen.

Palastmuseum Hue

Im Palastmuseum mit seinem Porzellangeschirr und den Sitzgruppen aus Perlmutt und Edelholz kommen mir die Relikte der Kaiserzeit wie distanzierte Schönheiten vor, aus der Zeit gekoppelt in den Glasvitrinen und den zweisprachigen Beschriftungen. Ich sehe die Festgewänder und Vasen, die Sänfte und das Bett und es fällt mir schwer zu glauben, dass die Gegenstände je in Gebrauch waren, so sauber und ohne Makel sind sie. Die Besucher sind in erster Linie westliche Touristen, die durch das herrliche Gebäude gehen und dabei überraschend leise sind, die Schuhe bleiben auf den Steinstufen des Eingangs stehen.

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11/ Hué. Nieselregen und Pinienwälder.

Hue Moped

Das Wetter hat sich nicht gebessert, am Vormittag ist der Nieselregen allgegenwärtig und bläst von unten am Schirm vorbei. Die Mopedfahrer verstecken sich unter Regenponchos und haben die Knie an die Schlüsselbeine gezogen, um keine nassen Füße zu bekommen. Ich folge der Dien Bien Puh Straße in den Süden, weil es hier einige Pagoden und buddhistische Klöster zu sehen gibt und beginne den Wasserlachentanz. Der besteht darin, nach der nächsten Lache am Straßenrand und gleichzeitig dem nächsten herannahenden Gefährt Ausschau zu halten und die ungefähre Dreckspritzweite zu kalkulieren. Ich bin nicht immer erfolgreich, meistens fehlen die Fluchtmöglichkeiten.

Altar Hue

Am Ende der Straße stoße ich auf das Areal des Altars für Himmel und Erde. Erstaunlicherweise bin ich alleine in der riesigen Anlage, obwohl vor dem Eingang der Erdboden frisch zerfahren ist. Hier brachten die Himmelssöhne ab 1806 ihre Opfer in teilweise tagelangen Zeremonien dar und hier erhebt sich der Alter mit seinen 40 Metern im Durchschnitt.

Altar des Himmels und der Erde

Die Symmetrie der Anlage ist beruhigend, sogar die von Mandarinen gepflanzten Pinienwälder ringsum scheinen sich daran zu halten. Der Le Ngo Cat folgend komme ich nach fast einer Stunde zum Kaisergrab des Tu Duc (1829 – 1883). Der vierte Nguyenherrscher wurde mit achtzehn Jahren zum Kaiser und stieß mit seiner Haltung an vielen Fronten auf Widerstand.

Lang Tu Duc

Einerseits war durch sein Einsetzen die Erbfolge unterbrochen worden, da der eigentliche Thronfolger als zu progressiv übergangen wurde (und daraufhin eine Rebellion gegen Tu Duc führte), andererseits sah er in den Franzosen und der christliche Gemeinschaft im Land eine Bedrohung. Frankreich reagierte mit Gewalt, der inhaftierte Kronprinz nahm sich das Leben, Tu Duc musste einen großen Teil des südlichen Landes an die Franzosen abtreten und schließlich zog er sich in den Bereich zurück, der später zu seiner Grabstätte werden sollte.

Grab Tu Duc Hue

Hier verbrachte Tu Duc seine Zeit mit seinen Frauen, aufgrund einer Krankheit ohne Kinder zu zeugen, widmete sich der Poesie, der Musik und dem Theater und verlegte sich darauf, zu dichten und Tee zu trinken (angeblich wurde nur der Morgentau als Teewasser verwendet). Das Land, das in einer höchst gereizten Situation war, in dem an allen Ecken Revolten aufflammten und dessen politische Stellung durch viele Unsicherheiten löchrig war, könnte keinen größeren Kontrast zu der Anlage gebildet haben.

Tu Duc Tomb

Hier herrscht die Ruhe einer Insel, die Nadelwälder stehen in feinblühenden Wiesen, dazwischen ruht der künstlich angelegte Teich in sich. Nichts wurde hier bombadiert, aber das ständig feuchte Wetter setzt den Gebäuden, den Mauern und den Steinstatuen zu, frisst sich durch die Holzhallen und den Stelenpavillon. Ich schließe mich einmal einer französischen, dann einer deutschen Reisegruppe an und höre zu, was der Führer über die Ensembles erzählt und falle dann immer wieder von den Gruppen ab, um die Mäuerchen und Statuen genauer zu betrachten. Alles ist von einer Moosschicht überzogen und die Steine glänzen feucht, Mangroven winden sich über die verwitterten Stiegen.

Tu Duc Grabmahl

Die Farben, so erzählt der französische Reiseführer, waren nicht stark. Kein lackiertes Rot, wie in der Kaiserstadt, Wasserfarben hätten es getan um dem Namen der Anlage gerecht zu werden: Palast der Bescheidenheit. Und beim Grab dann, das erhöht liegt und das von einem Mauerparavant abgeschirmt ist, der es den bösen Geistern unmöglich machen soll, durchzudringen, erfahre ich, dass es zwar einen Sarkophag gibt, dass aber niemand weiß, wo genau der Kaiser begraben ist. Zu kostbar seien die Grabbeigaben und die Regierung dürfe nicht nach ihnen schürfen. Damals, als drei Diener den Leichnam des Königs begruben, wurden sie im Anschluss getötet, um das Geheimnis nicht preiszugeben. Ich verlasse die Gruppe wieder und stelle mir vor, dass unter meinem Füßen der vierte Nguyenkaiser mit all seinen Reichtümern ruht.

Den Weg zurück gestalte ich ein bisschen abenteuerlicher, indem ich einer anderen Straße folge, die irgendwann zurück zum Fluss Song Huong führen soll. Dass sie bald schmal wird und mich in eine recht ländliche Umgebung führt, ist nicht direkt in meinem Sinn.

Elektrizität vietnam style

Seltsam genug, dass irgendwer hier zu Fuß geht, noch seltsamer, dass es offensichtlich eine Westlerin ist, die hier unterwegs ist, den Regenschirm an die Tasche gebunden. Aus den Häuschen am Straßenrand schreien mir Kinder nach und sobald mich ein Moped passiert, werde ich gefragt, ob ich mitfahren will. Ich marschiere die Bambusallee entlang und komme an eine Anhöhe mit christlichen Friedhöfen, dann gesellt sich Nebel zum Dauergast Nieselregen und ich hoffe, dass die letzten Reste von Zivilisation nicht auch noch abreißen.

Hue Umgebung Friedhof Kuh

Es dauert dann noch fast zwei Stunden, bis ich endlich im Kern der Stadt bin, die Schuhe bis zu den Knöcheln voll Dreck und dreizehn Kilometer in den Füßen, aber glücklich über den langen Marsch.

eingesperrter Buddha