Basic Patterns of Derangement

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More attachment to a city
in its autumn heart I find not only the twilit cold
one could expect
at the end of October
but layered structures that seem to exist in the strangest places.

Walking Oslo once again I wish for more
eyes to notice
more
hands to feel
more
memory to not forget.

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Take my rainy mind

bloom in the rain

As I walked through a friend’s garden,
I noticed autumn’s vanguard.

Funny, I thought.

There doesn’t seem to be anything more beautiful –

Rainy Pond

than September Rain on a goldfish pond

than rain coated tomatoes (that won’t get red any more)

than a tiny pool bordered by hibiscus petals

than sturdy blossoms awaiting the end of the year.

The Golden Riot

st hanshaugen

Sometimes something gets stronger, shortly before it dies.

It rebels against the end, no one would have guessed.

Like the leaves. Look at the leaves.

Or like the sentiments of a year that is counting down the weeks. They creep over my back, while I stand looking over the Oslo Fjord, while I swish through the bright yellow dots in Slottsparken, while I squint at the sun.

I watch the last revolution of the trees; their end is marvelous.

 

 

I feel lonely for you

Bank in der Sonne vor abgeschlagener Mauer

You know, it will get darker from now on.

But as long as it lasts, we could treasure the golden days of autumn equinox.

We could stay outside in the leaves and in the long shadows and wait for our fingers to get clammy. We could listen to the gravel. We could –

 

 

Verlorene Tage

Zwischen Weihnachten und Neujahr sind die Tage seltsam verwaschen. Sie verlieren ihre Namen und heißen Christtag oder Stefanitag und sie verlieren ihre Aufgaben und bekommen neue. In den Straßen streunen Touristen mit Stadtplänen. Sie bleiben an Hausecken hängen und stecken die Köpfe zusammen. Außerhalb von den Hauptstädten sind die Weihnachtsmärkte geschlossen, aber die Beleuchtungen noch angesteckt. Je weiter die Straßen hinausführen, desto verlassener wird es. Im Nachmittagsdunkel färben sich Baumstämme vom Nebel. Beim Gehen dämpfen sich die Geräusche zum eigenen Herzschlag und zum Atemholen in der scharfen Luft. Nichts bleibt von der Welt.

For my dear english readers: Give me the soft sigh, whilst the soul-telling eye, is dimm’d, for a time, with a Tear. 

 

 

5 Erkenntnisse über Pilzesuchen

1.) Erst am Nachmittag in den Wald zu kommen, ist zu spät. Zur Strafe müssen Pensionisten beobachtet werden, die mit roten Wangen und verdächtig schweren Taschen den Heimweg antreten.

2.) Es ist sinnvoll, einen Parasol von einem Knollenblätterpilz unterschieden zu können.

3.) Es ist sinnvoll, in der Lage zu sein, mehrere Pilze zu erkennen. Fliegenpilze sind großartig, nur kann man nichts mit ihnen anfangen.

4.) Da, wo die besten Schwammerl wachsen, gibt es keinen Handyempfang. In Gruppen ist es also ratsam, in Hörweite zu bleiben. Außer die Gruppe ist ein Übel, dann ist dies der perfekte Zeitpunkt, sich abzusetzen.

5.) Wenn es neben einem im Wald raschelt, handelt es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um keinen Bären, sondern um einen Pensionisten.