Wien//U-Bahn

Es gibt ein oberirdisches Wien mit Straßen und Häusern und Parks und Türschildern und dann gibt es mehrere unterirdische Wiens. Eines ist das Wien der Kanäle, das flüssig ist und feucht und in dem früher die Strotter unterwegs waren, um ihre kleinen Schätze aus dem Abwasser zu filtern. Ein anderes ist das Wien der Gänge, die unter den Häusern von Keller zu Keller führen, von der Hofburg zum Demel, von einer Litfasäule am Fuße der Strudelhofstiege wer weiß wohin. Unter den Kirchen wird es kritischer, hier ist man nie alleine, die Pesttoten sind immer noch da. Das dritte unterirdische Wien ist ein lautes, hier schnaufen die elektrisierten Drachen durch und jagen im Minutentakt als bahnsteiglange Lichtwürmer durch die Tunnels. Fährt man unterirdisch, wird die Stadt zu grünen, roten, braunen, violetten oder orangen Linien und zu Stationsnamen. Dann gibt es Heiligenstadt und Schwedenplatz, Burggasse und Praterstern. U-Bahnfahren ist die Vorstufe des Beamens, ein ins Gegenteil gekehrter Metaebenenride durch die Stadt, 1435 km lang.

To my dear english readers: London Tube who?

 

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4 Gedanken zu „Wien//U-Bahn

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