Namen in die Unendlichkeit kratzen

Grabwandbemalung

Das was geblieben ist, liegt hinter Glas, bunt
und in die Wände geheiligt,
es greifen trotzdem welche hin,
weil sie es unter den Fingern spüren wollen,
das Ewigalte,
so wie früher,
die eigene Endlichkeit
musste
hineingeschrieben werden in die Tausendjahre,
die schon bestanden.
Um sich selbst dazulassen.
Um sich selbst weiter
zu
leben,
auch wenn am Schluss nichts mehr bleibt,
als ein Name,
W. Walling;
Carmelo Bonello 1835,
darunter gerötelt die neue alte Religion im Allerheiligsten von
Ramses IV.

Asiatische Reisegruppe beim Modell des Karnak-Tempels

Am Parkplatz Wummern,
Klimaanlagenschwanger, davor noch Papyrusverlauf und Artefakte aus den Gräbern mit Kühlschrankmagneten.
Oberarmampeln die von Sonnenstunden berichten und zu wenig LSF, aber nun mit Tutanchamunmaske für daheim, wo es in der Diele,
Oder im Fernsehkasten
Oder über dem WC
Eines von Vielen
Er-Innerlichungs-Attributen, die bleiben,
Wenn der Sonnenbrand vergangen ist und die Häutung stattgefunden hat.

Der Abend herbeigesehnt bei den einen weil zurück im Klimaanlagenzimmer und von den
Anderen
Weil endlich 18:11 und die Dattel
Und der Schluck Wasser
Und die Falaffel im Fladenbrot mit –
Begleitet vom Süßen
Ruf der Muezzine, ein gleichzeitiger Anhub der Stimmen im Staubabend
Und das Gehupe wird zum mezzoforte
Und den Mähren werden die Fesseln wundgebunden
Und die Kinder auf den Schoß genommen
Der Abend regelt die Nacht.

Bis 4:20 dann bricht der hungrige Tag wieder ein.